TOGETHER IN LOVE AND RAGE – Kongress für die anarcha-queerfeministische Revolte!

TOGETHER IN LOVE AND RAGE
deutsch

Liebe Kompliz*innen

Nach dem Versuch den Kongress “Militanter Feminismus” vor 2 Jahren zu veranstalten und aufreibenden Monaten der Pandemie, wollen wir wieder zusammenkommen und kämpferische Perspektiven erarbeiten. Dazu laden wir vom 26.05.22- 29.05.22 nach Berlin ein.

Selbstorganisierung von Queers und FLINTAs hat Potential für Selbstermächtigung und revolutionäre Perspektiven. Militant agierende anti-patriachale Gruppen werden sichtbarer und reagieren mit Gegengewalt auf Unterdrückung durch das kapitalistische Patriarchat und koloniale Ausbeutung. Gleichzeitig formieren sich antifeministische und autoritäre Kräfte um die Leidenschaften für eine befreite Gesellschaft zu stoppen z.B. durch konservativen Rollback, Verschärfungen von Abtreibungsgesetzen unteranderem in Polen, steigende Zahlen von häuslicher und sexualisierter Gewalt in der Pandemie, Feminizide weltweit, Täter innerhalb “emanzipatorischer” Strukturen…

Doch feministische Kämpfe und Bewegungen widersetzen sich: Kurdische Frauen* kämpfen in Rojava, autonome FLINTA-Gruppen greifen an, in Mexiko City attakieren Feminist*innen Polizeistationen, in weltweiten Bewegungen werden queere und Transstimmen laut und sichtbar. Um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Diese Bewegungen bieten Chancen Gesellschaften anders zu denken! Unterschiede zwischen uns wollen wir nicht verschweigen, sondern Brücken schlagen und Potenzial aus verschiedenen Perspektiven und Erfahrungen schöpfen. Den äußeren Feind anzugreifen, heißt auch Strukturen in uns anzugehen. Sei es weiße Dominanz, ableistische Strukturen, sex/cismen oder Klassismus… Im historischen Bewusstsein revolutionärer Kämpfe wollen wir von emanzipatorischen Bewegungen lernen, von ihren Stärken und ihren Konflikten.  Um bessere Kompliz*innen sein zu können, Unterdrückungsmechanismen zu überwinden und langfristig an einer militanten Persönlichkeit zu arbeiten, in der wir immer wieder mit dem kapitalistischen und kolonialen Patriarchat in uns brechen. Bauen wirinternationalistische, solidarische Perspektiven und Netzwerke auf. Werden wir gemeinsam gefährlich.

Der Kongress soll ein offener Raum sein um sich auszuprobieren und zu diskutieren. Wir wollen gemeinsam praktisch und inhaltlich arbeiten um unsere Positionen zu entwickeln. Fragen an denen wir gemeinsam arbeiten wollen: Wie stärken wir Beziehungen untereinander? Wie kann feministische Gegengewalt aussehen? Wie kommen wir in Bewegung? Dazu gibt es Workshops, Podiumsdiskussionen, Diskussionen, Filme, etc. Wir wünschen uns, nicht mit einem Konsumverhalten an die Tage zu gehen, sondern selbst mitzugestalten, solidarisch miteinander an Inhalten zu arbeiten und sich aus zu tauschen. Der Kongress wird offen für alle gender sein. Vortrag/Workshop haltende Personen sind allerdings FLINTA only (Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans, A-Gender).

Für weitere Inoformationen und updates, sobald es welche gibt: militanztweiter.noblogs.org

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