DEMO – Geboren am 17. November – Aufruf zum zweiten internationalen Tag der Solidarität mit dem Hungerstreik von Dimitris Koufontinas

deutsch

 

„Der Kampf von Dimitris ist auch der Kampf von uns allen. Da wir es für entscheidend halten, internationale Verbindungen zu schaffen und zu erweitern, gerade in der heutigen Zeit, rufen wir zu einem 2. INTERNATIONALEN Solidaritäts- und Aktionstag am SAMSTAG, den 6. MÄRZ auf, um Dimitris Koufontinas zu unterstützen.“

SAMSTAG, DEN 6. MÄRZ 2021: AUFRUF ZUM ZWEITEN INTERNATIONALEN TAG DER SOLIDARITÄT MIT DEM HUNGERSTREIK VON DIMITRIS KOUFONTINAS

Ende Dezember letzten Jahres hat die griechische Regierung eine Reform des nationalen Strafvollzugs verabschiedet, die neben anderen Maßnahmen, die die Bedingungen in den Gefängnissen verschlechtern, festlegt, dass diejenigen, die wegen Terrorismus verurteilt wurden, keinen Zugang zu den „ländlichen Gefängnissen“ haben, „offeneren“ Einrichtungen, zu denen Langzeitgefangene Zugang haben.Die Verabschiedung dieses Gesetzes hat sofort den bürokratischen Prozess für die Verlegung von Dimitris Koufontinas aus dem ländlichen Gefängnis von Kassevitia aktiviert. Dimitris ist ein Genosse, der wegen der Teilnahme an der revolutionären Organisation 17. November verurteilt wurde und seit 2002 im Gefängnis sitzt.

Das neue Gesetzespaket sieht vor, dass Gefangene in ländlichen Gefängnissen neu eingestuft und dann in das letzte Gefängnis verlegt werden, in dem sie sich befunden haben – in Dimitris Fall sollte das das Athener Gefängnis Koridallos sein. Die Gefängnisverwaltung beschloss jedoch, ihn durch Manipulation der Verlegungspapiere in das Gefängnis von Domokos zu verlegen. Obwohl es in Griechenland keine differenzierten Abläufe gibt, war es die Absicht der Gefängnisverwaltung in den letzten Jahren, dieses Gefängnis zu einem „harten“ Gefängnis zu machen.

Eine solche Strafversetzung zielt darauf ab, einen Genossen zu treffen, der immer gekämpft hat: als freier Mann, in Gerichtssälen, im Gefängnis. Dieses repressive Vorgehen zielt nicht nur darauf ab, Dimitris Koufontinas zu vernichten, sondern ist auch Teil des gesamten repressiven Projekts des griechischen Staates: die radikalsten und kämpferischsten Teile der Gesellschaft zu zerschlagen, um die Möglichkeit zukünftiger und allgemeiner Konflikte zu vermeiden.

Konfrontiert mit der Verlegung hat Dimitris Koufontinas beschlossen, noch einmal zu kämpfen und seinen eigenen Körper als letztes Mittel einzusetzen. Seit dem 8. Januar hat er einen Hungerstreik begonnen, der auf unbestimmte Zeit fortgesetzt wird, bis er ins Korydallos-Gefängnis verlegt wird. Während die Streiktage vergehen, befindet sich der Genosse in einem kritischen und prekären Zustand im Lamia-Krankenhaus: Laut den Ärzten könnte er jeden Moment zusammenbrechen.

Während des Streiks gab es viele Initiativen und Solidaritätsaktionen in ganz Griechenland und darüber hinaus: Proteste, Demos, Graffitis, Transparente, Angriffe auf verschiedene Ziele (Politiker:innen, Banken, Postämter usw.).Aber die Zeit läuft ab und wir denken, dass wir jetzt eine zusätzliche Intervention vornehmen sollten.

Der Kampf von Dimitris ist auch der Kampf von uns allen. Da wir es für entscheidend halten, internationale Verbindungen zu schaffen und zu erweitern, gerade in der heutigen Zeit, rufen wir zu einem 2. INTERNATIONALEN Solidaritäts- und Aktionstag am SAMSTAG, den 6. MÄRZ auf, um Dimitris Koufontinas zu unterstützen.

No Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

OPIFG Kundgebung in Teheran, 7 März 1980 [Fotograf: H. Mahini]
deutsch
Gegen die beiden »Absoluten«, Nick Brauns

Ein Buch liefert Einblicke in die Geschichte der Guerillaorganisation der Volksfedajin Irans Von Nick Brauns Am 8. Februar 1971 griffen neun Revolutionäre eine Polizeistation im Ort Siakhal in der nordiranischen Provinz Gilan an, um gefangene Genossen zu befreien. Diese Aktion gilt als Beginn des bewaffneten Kampfes der marxistisch-leninistischen Guerillaorganisation der …

Prison´s Dialogue (Ehemalige politische Gefangene im Iran)
deutsch
1
18. März: Solidarität mit allen Gefangenen – insbesondere mit den inhaftierten Frauen!

Gemeinschaftlicher Widerstand gegen Repression, Polizeigewalt und Knast anlässlich des 18. März! Solidarität mit allen Gefangenen – insbesondere mit den inhaftierten Frauen! Der Widerstand der iranischen Freiheitskämpfer*innen braucht unsere Solidarität, ebenso die unter unerträglichen Bedingungen lebenden politischen Gefangen. Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Seit mehreren Monaten geht das iranische Regime …

deutsch
Demo am 19.03. in Berlin: Gegen Repression, Polizeigewalt und Knast in Berlin

Kommt zur Demo (Route) am Freitag, den 19. März, um 17:30 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße – gegen die Kriminalisierung von linken und emanzipatorischen Bewegungen, das Knastsystem und den institutionalisierten Rassismus in Polizei und Justiz! Bitte seid solidarisch und tragt alle einen Mund-Nasen-Schutz und haltet die Abstände ein. Trinkt keinen Alkohol auf …