18. März: Solidarität mit allen Gefangenen – insbesondere mit den inhaftierten Frauen!

Prison´s Dialogue (Ehemalige politische Gefangene im Iran)
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Gemeinschaftlicher Widerstand gegen Repression, Polizeigewalt und Knast anlässlich des 18. März!

Solidarität mit allen Gefangenen – insbesondere mit den inhaftierten Frauen!

Der Widerstand der iranischen Freiheitskämpfer*innen braucht unsere Solidarität, ebenso die unter unerträglichen Bedingungen lebenden politischen Gefangen. Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Seit mehreren Monaten geht das iranische Regime wieder mit hochgerüstetem Militär und anderen Sicherheitskräften brutal gegen Menschen in den verarmten Provinzen Belutschistan, Kurdistan vor. Bei diesen Übergriffen ist eine Vielzahl von Menschen ermordet oder verhaftet worden. Die Repressionen gegen protestierende politische Aktivis*innen haben landesweit zugenommen.

Das Leben der politischen Gefangenen ist in der höchsten Gefahr. Am schlimmsten trifft es Inhaftierten Frauen. Zeinab Jalian, Sepideh Gholian, Maryam Akbari Monfared, Golrokh Ariaei, Parisa Rafiie und weitere Gefangene wurden in andere Gefängnisse verlegt, um sie zu isolieren und so ihren kollektiven Widerstand zu brechen. Sepideh Gholian, eine Studentin und Arbeiteraktivistin wurde letzte Woche in Fußketten in ein Gefängnis in Buschehr verbannt, weit entfernt von ihrer Familie.

Diese Kämpferinnen sind Teil der sozialen Bewegungen der Arbeiter*innen, Frauen, Student*innen und politischen Aktivist*innen. Neben diesen Kämpferinnen für eine Gesellschaft ohne Patriarchat, Kapitalismus und Fundamentalismus befinden sich auch viele andere politische Gefangene in den landesweiten Gefängnissen des Irans. Sie werden in der Islamischen Republik Iran kriminalisiert, nicht als politische Gefangene anerkannt und haben sozusagen keine Rechte.

Zeinab Jalalian, eine Kurdin aus Iran, sitzt seit 14 Jahren im Gefängnis und ist dort schwerster Folter ausgesetzt. Sie ist zu lebenslangem Gefängnis verurteilt worden, als Aktivistin, wegen ihres Einsatzes für die kurdische Selbstverwaltung. Sie war acht Monate lang in Einzelhaft, wurde unter Folter verhört und hatte keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Durch die Folter hat sie einen Schädelbruch sowie eine Hirnblutung erlitten und kann seitdem nicht mehr richtig sehen. Sie leidet unter Atemnot und weiteren Erkrankungen. Vor kurzem hat sie ihrer Familie mitgeteilt, dass sie wieder Folter ausgesetzt ist, man versucht ihr Geständnis zu erzwingen.

Wir verurteilen die Unterstützung der Islamischen Republik durch imperialistische Staaten in West und Ost. Sie fördert die Gewalt in verbrecherischen Regimen, unter anderem durch Dual-Use- und Waffengeschäfte mit Iran. Gerade deutsche Firmen wie Daimler, ‎Siemens, Heckler & Koch, Nokia ‎Siemens ‎Networks, Linde und andere produzieren Dual-Use-Produkte, Waffen, Hard- und Software, die zur Massenunterdrückung der iranischen Bevölkerung eingesetzt werden. Das Regime hat mit deren Hilfe mittlerweile ein ‎modernes System zur Kontrolle und ‎Zensur des ‎Internets errichtet, um die Bevölkerung zu überwachen und die Opposition zu verfolgen.

Der 18. März ist der internationale Tag der Solidarität mit politischen Gefangenen und sozial Unterdrückten. Aus diesem Anlass wollen wir unsere Solidarität mit allen Gefangenen und Unterdrückten zeigen, auf die staatlichen Repressionen aufmerksam machen und weltweit die Freiheit aller Gefangenen fordern.

Solidarität ist unsere Waffe im Kampf für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Patriarchat!

Kein Vergeben, kein Vergessen – Stopp aller Hinrichtungen!

Für die Freilassung aller politischen Gefangenen!

Hoch die internationale Solidarität!

Freitag, den 19.März 2020 | um 17.30 Uhr| U9-Turmstrasse

Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Iran – Berlin

Prison’s Dialogue

Prison´s Dialogue (Ehemalige politische Gefangene im Iran)
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